Verfügungen/Vollmachten

Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung – Arten der Vorausverfügung

Das deutsche Recht kennt drei Möglichkeiten, Behandlungswünsche im Vorfeld einer schweren bzw. tödlich verlaufenden Erkrankung vorwegzunehmen:

• die Vorsorgevollmacht, mit der eine Person Ihres Vertrauens mit der Wahrnehmung höchstpersönlicher Interessen beauftragt werden kann
• die Betreuungsverfügung als Anweisung für den Fall der gerichtlichen Betreuung
• die Patientenverfügung als Willensäußerung eines Menschen zur zukünftigen Behandlung im Fall der Äußerungsunfähigkeit

Erfahren Sie hier mehr und laden Sie sich direkt Muster für eine Patientenverfügung und/oder Vorsorgevollmacht herunter. (Beachten Sie dabei bitte, dass es sich bei underen Mustern um beispielhafte Entwürfe ohne Anspruch auf Rechtssicherheit handelt. Im Bedarfsfall bitten wir Sie, sich an einen Anwalt Ihres Vertrauens zu wenden.)

Vorsorgevollmacht

Die Vorsorgevollmacht umfasst in der Regel Entscheidungen aus dem persönlichen Bereich und bezüglich des Vermögens des Vollmachtgebers. Gegenstand der Vorsorgevollmacht können dementsprechend sein:

• Gesundheitsfürsorge
• Vermögensverwaltung
• Regelungen über Aufenthaltsort (Einweisung in ein Krankenhaus oder Pflegeheim)
• Recht für den Bevollmächtigten zur Einsicht in Ihre Krankenakten
• Besuchsrecht am Krankenbett - auch bei intensiv-medizinischer Behandlung
• möglichst weitgehendes Mitbestimmungsrecht des Bevollmächtigten in Fragen der Heilbehandlung
• Übertragung der Entscheidung in Hinblick auf mögliche Transplantationen, soweit rechtlich zulässig.

Durch eine Vorsorgevollmacht erhält der Bevollmächtigte, der das Vertrauen des Vollmachtgebers genießt, ein Entscheidungsrecht in allen persönlichen, aus dem Notfall heraus entstehenden Angelegenheiten in dem Umfang, wie er dem Vollmachtgeber bei eigener Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit zustünde. Eine solche Regelung ist insbesondere dann erforderlich, wenn die gewählte Vertrauensperson nicht mit dem Vollmachtgeber verheiratet oder in einem engen Verwandtschaftsverhältnis steht. Ebenso ist sie sinnvoll, wenn ein bestimmter Verwandter allein und ausschließlich mit diesem Aufgabenkreis betraut werden soll. Im übrigen erleichtert sie generell der Vertrauensperson den Umgang mit den von der betroffene Person behandelnden und pflegenden Personen. Ebenso wie die (vermögensmäßige) Generalvollmacht macht die Vorsorgevollmacht in ihrem Umfang den Bevollmächtigten sofort handlungsfähig, - was insbesondere im Notfall sehr wichtig sein kann.

Download: Muster einer Vorsorgevollmacht

Beachten Sie bitte, dass es sich bei underen Mustern um beispielhafte Entwürfe ohne Anspruch auf Rechtssicherheit handelt. Im Bedarfsfall bitten wir Sie, sich an einen Anwalt Ihres Vertrauens zu wenden.
Betreuungsverfügung

Soll nicht bereits vorzeitig einer konkreten Person eine Vollmacht erteilt werden, sondern soll lediglich das Handeln dritter Personen von staatlichen Stellen überwacht werden, so kann es sinnvoll sein, nur eine sogenannte Betreuungsverfügung zu erklären.
Bei der Betreuungsverfügung handelt es sich um einen von der betroffenen Person geäußerten Vorschlag, welche Person durch das Vormundschaftsgericht zu deren Betreuer ernannt werden soll, wenn eine Betreuung - in vermögensmäßiger und/oder persönlicher Hinsicht - für diese Person erforderlich wäre. Das Gericht wird diese Person regelmäßig zum Betreuer ernennen.
Patientenverfügung

Die Patientenverfügung beinhaltet Anordnungen in Hinblick auf die von Ihnen in bestimmten Notfällen gewünschte medizinische Behandlung und damit zusammenhängende Maßnahmen. Sie wird z.T. auch Patiententestament genannt, obwohl es sich nicht um ein Testament handelt.

Insbesondere können in einer Patientenverfügung Wünsche hinsichtlich folgender Maßnahmen zur Rettung, Behandlung oder Pflege zum Ausdruck gebracht werden:

• Umfang von Wiederbelebungsmaßnahmen • Umfang der künstlichen Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Körperfunktionen • Transplantation von fremden Organen • Besuchsrecht für Ihre Angehörigen • Benennung einer Vertrauensperson, mit der das behandelnde und pflegende Personal Rücksprache halten muss.
Eine Patientenverfügung kann insoweit auch eine Vorsorgevollmacht ergänzen.

Download: Muster einer Patientenverfügung

Beachten Sie bitte, dass es sich bei underen Mustern um beispielhafte Entwürfe ohne Anspruch auf Rechtssicherheit handelt. Im Bedarfsfall bitten wir Sie, sich an einen Anwalt Ihres Vertrauens zu wenden.


      


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